Mit bestem Gruß und Respekt an Wolfgang Welt und nach Bochum-Langendreer: Diese Zusammenstellung ist absolut ambitions- und intentionslos. Dies möchte ich den einzelnen darbietenden Künstlern gar nicht vorwerfen, hier sind sogar teils sehr klare Intentionen erkennbar. Aber als Gesamtes - da lässt sich nichts schönreden, da hab ich mir schlichtweg nichts bei gedacht. Eine Achterbahnfahrt der Gefühlsregungen, desweiteren das Chaos in den Köpfen im allgemeinen, Gorillas und andere wilde Tiere im speziellen. Man zitiert Ennio Moricone und viele andere, manchmal auch sich selbst. Rambo, Aguirre und der Graf von Monte Schizo geben sich die Klinke in die Hand. Passt das ? Vielleicht, egal. Eine krude Mischung, wild zusammenge- schustert, im Besten Falle unterhaltsam - aber das ist ja auch schon was.
Neue Scheibe. Ich will darüber auch gar nicht groß rumsülzen, die darbietenden Interpreten sprechen wohl für sich. Konkrete Titelgebung spar ich mir auch, kein Bock auf Kreativität. Könnt ihr selber machen. Aber da ich meine Pappenheimer kenne (da geht ja ab ner bestimmten Tageszeit auch nix mehr), werden einige Optionen offeriert. Ihr könnt also die Scheibe selber euren Eindrücken entsprechend betiteln, dabei auch bewerten und dann natürlich auch dem entsprechenden Objekt zuführen, z.B. euren Ohren oder der Wüste. Ganz nach Belieben.
hmm ... jetzt sitze ich hier in der absicht zum aktuellen machwerk ein paar beschreibende begleitzeilen zum besten zu geben und nun das. daft punks 'human after all'. sie läuft in betörender lautstärke im hintergrund und ist unglaublich! frech wie da in punkrock-manier auf alles geschissen wird; anarchie in da discotheque - oder war es monotonie?.
wenn ich mich recht entsinne, wurde die platte bei erscheinen von jeglichen kritikerinstanzen komplett verissen. aber liebe leute: ihr habt es nicht verstanden, die party ist niemals von dauer! fängt sie auch noch so schön an, mit jeder minute kommt sie ihrem eigenen ende näher. sei es an ermangelung an tanzpartnern oder aber sei es dem fehlenden (doch dringend benötigtem) nächsten höhepunkt wegen. hört zu und lernt, daft punk weiß. sie sind einsame (grr) rufer in der wüste.
wüste. genau. us-wüstenmusik war mit diesem mix beabsichtigt. ein kleines bisschen dem amerikanischen traum von unendlicher freiheit und ... aber, ach ... es ist americana, kitsch und drone. nichts mehr und nichts weniger. angefangen von einem track, der jeden soundtrack eines frühen john carpenter films bereichert hätte, über uramerikanisch klingende loserballaden und bis zum donnergröhlen und wieder zurück. alles da. enjoy!
Neues Jahr, neue Seltsamkeiten. They´re Back! - würde Hollywood wohl sagen. Auf diesen Soundtrack allerdings würde Hollywood vermutlich nicht klarkommen. Surreale Erlebnisse an Bahnhöfen, Exkremente, Schmerz, Albtraumwelten. Seltsam? Seltsam...
seltsam (Deutsch)
Adjektiv, Adverb
Positiv: seltsam; Komparativ: seltsamer; Superlativ: am seltsamsten
Silbentrennung: selt·sam, Komparativ: selt·sa·mer, Superlativ: am selt·sams·ten
Ja ja, Dekaden-Charts wohin man momentan auch blickt. Und hier ist schon wieder eine. Meine persönlichen Top-Platten der 00er (klingt irgendwie nach WC). Einleitende Worte spar ich mir mal, hat ja der Kollege Interzoner schon ausreichend exerziert. Allerdings muss ich anmerken, dass der Ausdruck "klar gabs Härtefälle" meinerseit schon etwas untertrieben wäre. Es war wirklich schwer. Von daher vorab die Platten, welche quasi mitnominiert waren, also zur engeren Auswahl standen, es aber nicht ganz geschafft habe.
Knapp (aber wirklich ganz knapp) verfehlt haben die Top-Plätze u.a.:
Primal Scream - Xtrmntr (2000) Phoenix – United (2000) The White Stripes – White Blood Cells (2001) Moldy Peaches - S.T. (2001) The Streets - Original Pirate Material (2001) Interpol – Turn On The Bright Lights (2002) The Postal Service - Give Up (2003) Franz Ferdinand – S.T. (2004) M.I.A – Arular (2005) Bloc Party – Silent Alarm (2005) Maximo Park - A Certain Trigger (2005) LCD Soundsystem – LCD Soundsystem (2005) Tocotronic - Pure Vernunft Darf Niemals Siegen (2005) Dresden Dolls - Yes, Virginia (2006) ... And You Will Know Us By The Trail Of Dead - So Divided (2006) Arctic Monkeys – Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not (2006) Justice - Cross (2007)
Hier jetzt aber meine absoluten Top Ten (vermutlich) in chronologischer Reihenfolge:
The Strokes - Is This It (2001) Was soll man dazu noch sagen: Jeder Song ein Hit.
Kante - Zweilicht (2001) Denn in manchen Momenten ist es für eine Weile mehr als die Summe der einzelnen Teile.
Bright Eyes - Lifted Or The Story Is In The Soil, Keep Your Ear To The Ground (2002) Sein Meisterwerk. Ein letztes Mal Schwermut deluxe bevor er Winona kennenlernte und seine negative Weltsicht verlor.
The Libertines – Up The Bracket (2002) Schon klar. Alles geklaut, Clash-Klone, Punkrock-Posertum und trotzdem: grandios.
Queens Of The Stone Age – Songs For The Deaf (2002) Breitbeiniges Rock-Brett. Verdrogter Wüstensound ohne Füllwerk.
House Of Fix - 21st Century Fix (2003) Zitatlastige Elektro-Bambule aus der geschlossenen Anstalt.
Liars - They Were Wrong, So We Drowned (2004) Auch aus der Geschlossenen, aber in einer anderen Abteilung untergebracht. Verhexter Fiebertraum am Rande der Schmerzgrenze.
Wolf Parade - Apologies To The Queen Mary (2005) Dass mich Indie-Rock noch mal so umhauen konnte...
Portishead - Third (2008) Das Comeback des Jahrzehnts.